TTC-Zuversicht hält sich stark in Grenzen.
Das Herrenteam des TTC Lampertheim ist nur noch zwei Siege von der Meisterschaft in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord entfernt. Mit dem 6:2-Erfolg beim TTC Bad Hamm haben die Südhessen den nächsten Schritt in Richtung direkter Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga gemacht. „Das war eine enge Kiste“, sagte TTC-Vorsitzender Uwe van gen Hassend, dessen Team drei Spiele erst im fünften Satz gewann.

TTC-Spieler Marc Gutierrez würde wohl nur im Aufstiegsfall bleiben
Gewinnt der TTC sein Heimspiel gegen Füchse Berlin am 29. März und auch das Gipfeltreffen beim Tabellenzweiten Union Velbert II am 11. April, ist alles klar – so zumindest lautet die Theorie. Praktisch dürfte sich der Aufstieg für die Spargelstädter, die drei Spiele vor Saisonende 27:1 Punkte vorweisen, schwierig bis unmöglich gestalten. Denn seit dem vergangenen Wochenende ist der Abstieg von Velberts erster Mannschaft aus der 2. Bundesliga besiegelt. Velbert II muss deshalb in Liga drei alles daran setzen, den Aufstieg zu schaffen. Klappt es nicht, muss die Reserve für die „Erste“ weichen und in die Regionalliga runter.
Danach sieht es zurzeit jedoch nicht aus. Mit dem 6:2 bei TuS Celle feierte Velbert II am Samstag seinen zwölften Sieg in Folge. Noch rennt das Team aus Nordrhein-Westfalen, das jetzt bei 26:2 Punkten steht, der 2:6-Niederlage aus dem Hinspiel in Lampertheim Anfang Oktober hinterher. Doch in ihren verbleibenden vier Partien treffen die Unioner auf den Siebten Borsum, den Dritten Altena, Primus Lampertheim und Schlusslicht Schwarzenbek.
Bis auf das Top-Duell gegen den Tabellenführer dürfte es sich dabei um Pflichtaufgaben handeln. Altena verlor zuletzt zwar nur knapp mit 4:6 gegen Lampertheim. Im Heimspiel gegen Velbert II am 29. März werden die Sauerländer allerdings wohl ohne ihren überragenden Spitzenmann Yoan Velichkov antreten, dessen Wechsel nach Velbert zur kommenden Saison schon fix ist.
TTC-Boss van gen Hassend: „Velbert II verliert nichts mehr“
Aber auch ohne Schützenhilfe kommt Velbert II die Favoritenrolle zu. Anton Limonov, etatmäßig ein Erstmannschaftsspieler, gehört nun fest zum Kader der Union-Reserve. Dessen Einzelbilanz (8:1) ist ähnlich tadellos wie jene von Routinier Michael Servaty (6:1), seinem Partner im Spitzenpaarkreuz. Mit Lars Hielscher steht ein früherer deutscher Nationalspieler im hinteren Paarkreuz an der Platte. Kantersiege gegen Verfolger wie Eintracht Frankfurt (6:1) oder Bad Hamm (6:2) erklären sich fast von selbst. „Velbert II spielt jetzt fast immer mit der besten Mannschaft“, erklärt van gen Hassend: „Die verlieren nichts mehr.“
Unabhängig vom Treiben in Velbert müsste der TTC den möglichen Aufstieg auf jeden Fall wahrnehmen. „Wir haben für die 2. und 3. Bundesliga gemeldet“, verkündet van gen Hassend. Vor dem Ablauf der Meldefrist am Sonntag habe sich der Vorstand „für den sportlichen Weg“ entschieden, stellt der TTC-Boss klar: „Wenn wir es schaffen, werden wir 2. Bundesliga spielen – notfalls mit einer schwächeren Mannschaft.“ Timothy Falconnier hat für die neue Runde zugesagt. Auch bei Milo de Boer zeigt sich van gen Hassend „optimistisch“. Spitzenspieler Marc Gutierrez würde wohl nur im Aufstiegsfall bleiben. Der Abgang von Rogelio Castro steht bereits fest.
Quelle: Südhessen Morgen

